Weil Spenge mehr kann – Freiheit gestalten, Chancen nutzen
Wir Freien Demokraten in Spenge sind überzeugt: Auch unter schwierigen Rahmenbedingungen ist mehr möglich – wenn man den Mut hat, neu zu denken und die Potenziale unserer Stadt zu entfalten. Denn obwohl in den vergangenen Jahren viel Geld investiert wurde, wurden zentrale Herausforderungen nicht angegangen und wichtige Chancen verpasst. Wir stehen für eine Politik, die auf Eigenverantwortung, Gestaltungswillen und Vernunft setzt – damit Spenge moderner, freier und zukunftsfähiger wird.
Frei leben – gemeinsam Verantwortung übernehmen
Für uns steht die Freiheit jedes Einzelnen im Mittelpunkt. In Spenge möchten wir ein Umfeld schaffen, in dem Menschen ihre eigenen Wege gehen können – ob im Beruf, in der Familie, im Ehrenamt oder in der Freizeit. Selbstbestimmung ist für uns kein Privileg, sondern ein Grundsatz.
Gleichzeitig gehört zur Freiheit auch Verantwortung: für das eigene Leben und für das Miteinander in unserer Stadt. Wir sind überzeugt, dass Spenge am besten funktioniert, wenn Menschen aus eigener Überzeugung Verantwortung übernehmen – für ihre Mitmenschen, ihre Nachbarschaft und das Gemeinwesen.
Unsere Aufgabe als Politik sehen wir darin, die richtigen Voraussetzungen zu schaffen: Verlässliche Strukturen statt starrer Vorgaben, echte Chancen statt unnötiger Hürden. Denn eine starke Gemeinschaft entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch Vertrauen in die Fähigkeiten und den Gestaltungswillen freier Bürgerinnen und Bürger.
Verantwortungsvoll wirtschaften – für einen zukunftssicheren Haushalt
Steuern zu erhöhen ist oft der einfachste Weg, um Haushaltslücken zu schließen – aber nicht der nachhaltigste. Unser Ziel ist es, die Einnahmen der Stadt langfristig zu stärken, ohne Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zusätzlich zu belasten. Dafür setzen wir auf Wachstum, Effizienz und kluge Prioritäten:
- Wirtschaft stärken, Unternehmen anziehen: Spenge braucht mehr gute Arbeitsplätze und wirtschaftliche Dynamik. Wir wollen, dass sich neue Unternehmen ansiedeln können und bestehende Betriebe wachsen dürfen – durch neue Gewerbeflächen, zügige Genehmigungsverfahren und ein steuerlich attraktives Umfeld.
- Neuen Wohnraum ermöglichen: Wenn mehr Menschen nach Spenge ziehen, stärkt das unsere Stadt – sozial und finanziell. Deshalb setzen wir uns für die Ausweisung neuer Wohngebiete ein. So entsteht Platz für Familien und neue lebendige Nachbarschaften.
- Verwaltung als Partner: Eine moderne Stadtverwaltung sollte Entwicklungen ermöglichen, nicht ausbremsen. Schnellere Verfahren, mehr digitale Angebote und eine klare Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen – so gestalten wir Spenge bürgerfreundlich.
- Sparsam und zielgerichtet haushalten: Wir wollen, dass die Stadt mit ihren Mitteln verantwortungsvoll umgeht. Dazu gehört, Ausgaben regelmäßig zu prüfen und Prioritäten zu setzen. Nicht jede gute Idee muss automatisch aus dem Stadthaushalt finanziert werden – zum Beispiel, wenn eigentlich das Land in der Pflicht ist. Unser Ziel ist es, die Grundsteuer und Gewerbesteuer dauerhaft zu senken.
- Ehrenamt stärken: Viele Menschen in Spenge engagieren sich freiwillig – ob im Sportverein, in der Nachbarschaftshilfe oder im Kulturbereich. Dieses Engagement verdient mehr als Dank: Wir wollen, dass ehrenamtliche Initiativen gezielt und unbürokratisch unterstützt werden.
- Mehr Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen: In vielen Bereichen lassen sich durch gemeinsame Lösungen Kosten sparen und Qualität verbessern – etwa bei Technik, Personal oder Infrastruktur.
Unser Ziel ist ein starker, handlungsfähiger Haushalt – nicht durch höhere Belastung, sondern durch eine Stadt, die wirtschaftlich denkt und bürgernah handelt.
Sicherheit mit Augenmaß gestalten
Sicherheit ist eine grundlegende Voraussetzung für Freiheit. Unser Ziel ist es, Bedingungen zu schaffen, die allen Menschen in unserer Stadt ein selbstbestimmtes und sorgenfreies Leben ermöglichen – im Alltag, auf dem Weg zur Schule oder beim abendlichen Spaziergang.
Deshalb setzen uns dafür ein, dass die Straßenbeleuchtung auch in den Nachtstunden verlässlich eingeschaltet bleibt. Moderne LED-Technik ermöglicht dies heute in Spenge energieeffizient und kostenschonend. Damit stärken wir das Sicherheitsgefühl vieler Menschen – ohne die Umwelt oder den Haushalt unnötig zu belasten.
Auch die Sicherheit im Straßenverkehr liegt uns am Herzen. Besonders Schulkinder, Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer brauchen mehr Aufmerksamkeit. Deshalb setzen wir uns für Bedarfsampeln an besonders gefährlichen Übergängen ein – zum Beispiel an der Ravensberger Straße zwischen dem Schulzentrum und dem Supermarkt sowie in Lenzinghausen an der Kreuzung Bielefelder Straße/Dorfstraße. Diese Ampeln erhöhen die Sicherheit gezielt und halten gleichzeitig den Verkehr flüssig.
Wir möchten außerdem dafür sorgen, dass unsere Straßen für alle zugänglich sind – unabhängig von Alter oder Mobilität. An vielen Kreuzungen fehlen abgesenkte Bordsteine, was besonders für Kinder mit Fahrrädern oder Menschen mit Rollatoren ein Hindernis ist. Wo immer es möglich ist, wollen wir das ändern.
Unsere Stadt soll ein Ort sein, an dem sich alle Menschen sicher und frei bewegen können – zu jeder Zeit und an jedem Ort.
Digitalisierung, die wirklich hilft
Digitalisierung soll den Alltag einfacher machen – nicht komplizierter. In Spenge ist davon bislang wenig zu spüren. Online-Formulare allein reichen nicht aus, wenn sie in der Verwaltung am Ende wieder ausgedruckt werden. Wir wollen das ändern.
Echte Digitalisierung bedeutet: weniger Papier, schnellere Abläufe, bessere Zusammenarbeit. Wenn Daten digital und sicher verarbeitet werden, können verschiedene Abteilungen gleichzeitig darauf zugreifen – das beschleunigt Verfahren und reduziert unnötige Wege. Mitteilungen und Bescheide sollen digital versendet werden, wenn es die Bürgerinnen und Bürger wünschen – das spart Zeit, Porto und Papier.
Für uns gehört zur Digitalisierung auch, dass alle Menschen teilhaben können. Deshalb setzen wir uns für eine flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen ein. Wo noch kein Glasfaser liegt, soll die Stadt mit Nachdruck auf den Ausbau durch die Anbieter hinwirken.
Digitalisierung ist auch eine Chance, die Verwaltung zukunftsfähig aufzustellen. Durch kluge Prozesse und moderne Technik können Ressourcen effizienter genutzt werden. So können wir in Zukunft auf manche Stellenneubesetzung verzichten, ohne dass die Qualität leidet.
Unser Ziel: eine digitale Verwaltung, die verständlich, bürgernah und leistungsfähig ist – für ein Spenge, das mit der Zeit geht.
Verkehr – pragmatisch und für alle gedacht
Gute Verkehrspolitik orientiert sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen – nicht an starren Weltanschauungen. In Spenge wollen wir dafür sorgen, dass alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer fair berücksichtigt werden: ob zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Auto oder dem Bus.
Viele Menschen in unserer Stadt sind auf ihr Auto angewiesen – sei es für den Weg zur Arbeit, für den Alltag mit der Familie oder weil sie außerhalb Spenges aktiv sein wollen. Auch für unsere heimische Wirtschaft ist eine gute Anbindung an die Autobahn entscheidend. Deshalb lehnen wir Maßnahmen ab, die den Autoverkehr ohne echten Nutzen einschränken – etwa durch künstliche Fahrbahnverengungen oder sogenannte „Angebotsstreifen“. Stattdessen setzen wir uns dafür ein, dass die Straßen leistungsfähig bleiben und dass die Anbindung an die A30 – insbesondere über Riemsloh, Bruchmühlen oder Bünde – gemeinsam mit der betroffenen Städten verbessert wird.
Gleichzeitig ist uns wichtig, dass auch Radfahrerinnen, Radfahrer und Fußgängerinnen und Fußgänger sicher und komfortabel unterwegs sein können. Neue Radwege unterstützen wir dort, wo sie sinnvoll und notwendig sind – aber nicht zulasten des Verkehrsflusses oder durch übermäßige Verengung bestehender Straßen.
In der Innenstadt sollten vorhandene Flächen effizient genutzt werden. Wenn bereits gepflasterte Flächen als kostenlose Parkplätze ausgewiesen werden können, sollte das geschehen – zum Vorteil für alle, die in Spenge einkaufen oder ihre Wege erledigen möchten.
Bei künftigen Straßensanierungen setzen wir uns dafür ein, dass der Verkehrsfluss nicht unnötig behindert wird – etwa durch Bushaltestellen in der Fahrspur – und dass Parkmöglichkeiten erhalten bleiben. Gleichzeitig wollen wir die Infrastruktur für den Radverkehr dort verbessern, wo sie gebraucht wird – mit durchdachten Lösungen, nicht durch Aktionismus.
Unser Ziel ist eine Verkehrspolitik, die funktioniert – für alle, die in Spenge leben, arbeiten oder unterwegs sind.
Gute Bedingungen für starkes Gewerbe
Ein lebendiges Gewerbe ist entscheidend für die Attraktivität und Zukunft unserer Stadt. Damit Betriebe vor Ort erfolgreich arbeiten können, braucht es verlässliche und praxisnahe Rahmenbedingungen. Wir wollen, dass die Bedürfnisse der Unternehmerinnen und Unternehmer in Spenge stärker berücksichtigt werden.
Für den Einzelhandel in der Innenstadt sind gut erreichbare, kostenfreie Parkmöglichkeiten ein wichtiger Faktor. Wer mit dem Auto in die Stadt kommt, soll seine Besorgungen einfach und bequem erledigen können. Das stärkt die Kaufkraft vor Ort und hilft, die Innenstadt als Einkaufsstandort lebendig zu halten.
Besonders im Bereich des Lönswegs zeigt sich, wie dringend neue Impulse gebraucht werden. Der zunehmende Leerstand erfordert frische Ideen – auch kleine Maßnahmen können Wirkung zeigen. So sollte die Stadt deutlicher auf die vorhandenen Parkplätze im Umfeld hinweisen und den Lönsweg besser sichtbar machen – etwa durch klare Beschilderung und gezielte Maßnahmen zur Aufwertung.
Unser Ziel: eine Stadt, in der sich Gewerbe entfalten kann – nah an den Menschen, unterstützt durch eine Verwaltung, die mitdenkt.
Ortsteile stärken – Vielfalt erhalten
Spenge ist mehr als nur das Zentrum. Unsere Ortsteile sind lebendige Gemeinschaften, die genauso Aufmerksamkeit und Unterstützung verdienen. In den letzten Jahren lag der Fokus vor allem auf der Innenstadt – jetzt ist es Zeit, auch Bardüttingdorf, Hücker-Aschen, Lenzinghausen und Wallenbrück wieder stärker in den Blick zu nehmen.
- Engagement unterstützen: Das Freibad in Lenzinghausen und das Werburg-Museum zeigt, was möglich ist, wenn Bürgerinnen und Bürger Verantwortung übernehmen. Wir wollen solches Engagement in allen Ortsteilen weiter stärken – als Zeichen dafür, dass freiwilliger Einsatz wirkt und verdient, gefördert zu werden.
- Vereine fördern: Ob Sport, Kultur oder Nachbarschaftshilfe – viele Menschen gestalten das Miteinander in den Ortsteilen aktiv mit. Wir wollen, dass die Stadt Vereine gezielt und unkompliziert unterstützt, wenn dies mit vertretbarem Aufwand möglich ist.
- Mobilität im Alltag sichern: Der Bürgerbus ist ein gutes Beispiel dafür, wie Ehrenamt Mobilität schafft. Wir möchten das Angebot weiterentwickeln – etwa durch ehrenamtlich organisierte Seniorentaxis, die älteren Menschen mehr Unabhängigkeit und Teilhabe ermöglichen.
- Wachstum ermöglichen: In einigen Ortsteilen wurden seit Jahren keine neuen Baugebiete mehr ausgewiesen – und derzeit sind auch keine geplant. Wir wollen das ändern. Wer im Ort bleiben oder dorthin ziehen möchte, sollte die Chance dazu haben. Neue Bauflächen schaffen Perspektiven – für Familien, für junge Menschen und für das Leben vor Ort.
Unsere Ortsteile machen Spenge vielfältig und lebenswert. Wir setzen uns dafür ein, dass ihre Entwicklung nicht stehen bleibt – sondern neue Impulse bekommt.
Gute Schulen – Wahlmöglichkeiten schaffen
Bildung ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Seit der Schließung der Realschule ist das Schulangebot in Spenge kleiner geworden. Umso wichtiger ist es jetzt, die bestehenden Schulen zu stärken und weiterzuentwickeln – verlässlich, nah an den Bedürfnissen der Familien und ohne ideologische Scheuklappen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Möglichkeiten zur Schulwahl über Stadtgrenzen hinaus gestärkt werden.
- Grundschulen vor Ort sichern: Alle bestehenden Grundschulen sollen in ihrer heutigen Form erhalten bleiben. Sie leisten wertvolle Arbeit und sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens in den Ortsteilen. Wir setzen uns außerdem klar für den Erhalt der offenen Ganztagsbetreuung ein – damit Familie und Beruf besser vereinbar sind. Die Zusammenlegung der Grundschulen in Lenzinghausen und Bardüttingdorf unter eine gemeinsame Leitung wird von vielen kritisch gesehen. Wir setzen uns dafür ein, dass beide Standorte wieder ihre Eigenständigkeit zurückbekommen – mit jeweils eigener Schulleitung und mehr Gestaltungsspielraum vor Ort.
- Betreuungszeiten am Bedarf ausrichten: Die Betreuungsangebote des Offenen Ganztags müssen sich an den tatsächlichen Lebensrealitäten der Eltern orientieren – nicht an starren Vorgaben. Flexibilität und Verlässlichkeit sind hier entscheidend.
- Gesamtschule verbessern – Probleme ehrlich benennen: Die schwankenden Anmeldezahlen an der Gesamtschule bereiten uns Sorgen. Viele Eltern äußern Kritik – unter anderem wegen des schlechten Zustands der Schultoiletten. Hier muss endlich etwas passieren. Ein kostenloses Schülerticket finanziert durch Steuererhöhungen lehnen wir hingegen ab – es setzt die falschen Anreize und untergräbt die eigenständige Mobilität, etwa mit dem Fahrrad.
- Eigenständigkeit der Grundschulen fördern: Unser Ziel ist klar: verlässliche Schulen mit einem Angebot, das zu den Bedürfnissen der Kinder und Familien in Spenge passt – nicht von oben verordnet, sondern gemeinsam weiterentwickelt.